
Der Trend zum Smart Building und die damit einhergehende höhere Energieeffizienz durch
Automation verstärkt sich weiter. Auch ergeben sich bei Projekten vermehrt Anforderungen an
Komfort- und Sicherheitsfunktionen durch moderne Gebäudetechnik.
Mit dem GEG 2024 (Gebäudeenergiegesetz) wurde erstmals ein Mindestautomatisierungsgrad
für Nichtwohngebäude eingeführt. Weitere Verschärfungen sind in naher Zukunft zu erwarten,
denn noch sind nicht alle Anforderungen der EU-Gebäuderichtlinie EPBD 2018 (European
Performance of Buildings Directive) umgesetzt. Auch wurden bereits weitere umzusetzende
Verschärfungen über die EPBD 2024 als Eckpunkte für das in Planung befindliche GMG
(Gebäudemodernisierungsgesetz) beschlossen.
Dabei sind Maßnahmen der Gebäudeautomation im Rahmen der BEG (Bundeförderung für
effiziente Gebäude) förderfähig.
In Konsequenz stellen sich die folgenden Fragen:
– Welche rechtlichen Anforderungen (hinsichtlich EPBD/GEG/GMG) sind zu beachten?
– Wie ermittelt und dokumentiert man möglichst einfach sinnvolle Anforderungen und wie
groß ist das sich ergebende energetische Einsparpotenzial?
– Welche Maßnahmen der Gebäudeautomation sind in den BEG-Förderprogrammen
enthalten?
Das Seminar zeigt einen Überblick über die Themenvielfalt und bietet Orientierung zur weiteren
Vertiefung. Hierfür werden in diesem Tagesseminar hilfreiche Materialien (Analysen, Checklisten,
Kostenrichtwerte etc.) zur direkten Übertragung auf das eigene Geschäftsumfeld vorgestellt und
angewandt
• Erhöhung der Beratungskompetenz im Umfeld „Smart Building“
• Kenntnisse der gesetzlichen Anforderungen an die Automation über EPBD
und GEG/GMG
• Übersicht über die Fördermöglichkeiten von Maßnahmen
Gebäudeautomation
• Qualifikation zur Ermittlung bzw. Vorgabe von sinnvollen Anforderungen
sowohl aus Nutzersicht als auch in Bezug auf die Energieeffizienz
• Fähigkeit zur Abschätzung des energetischen Einsparpotenzials durch
Gebäudeautomation
• Kenntnisse zur Auswahl von geeigneten Technologien bzw. Systemen
• Formulierung von hersteller- und produktneutralen funktionalen
Beschreibungen (funktionales Lastenheft)
• Markttrends und Nutzeranalysen: Was will der Mensch wirklich? Was ist
hinsichtlich der späteren Akzeptanz zu beachten?
• Gesetzliche Anforderungen aufgrund von GEG (Gebäudeenergiegesetz)
inkl. DIN V 18599 und EPBD (European Performance of Buildings
Directive) inkl. Unterscheidung in Neubau und Bestandsgebäude
• DIN EN ISO 52120 als Grundlage des Lastenhefts (funktionale
Anforderungen an die Gebäudeautomation in Bezug auf den
energieeffizienten Betrieb der technischen Gebäudeausrüstung)
• DIN V 18599-11 (bereits zurückgezogen)
versus DIN/TS 18599-11 (Nachfolger)
• Abschätzung des energetischen Einsparpotenzials durch GA
• Systeme der Gebäudeautomation im Vergleich – welche Technologien
eignen sich für welche Anforderungen?
• Übersicht über Fördermöglichkeiten des BEG (BAFA, KfW)
• Vorlagen/Textblöcke für den Entwurf eines hersteller- und produktneutralen
Lastenhefts (z.B. für Ausschreibungen bzw. langfristige Dokumentation)
Prof. Dr. Michael Krödel
• Energieberater
• Architekten/Ingenieure
• Fachplaner
• Interessenten im Bereich „Smart Building“
Teilnahmezertifikat
Skript und Arbeitsunterlagen werden gestellt.
Online über die BBB-Plattform
Beantragte Unterrichtseinheiten für die Eintragung bzw. Verlängerung des Eintrags in der Energie-Effizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes für diese Veranstaltung:
Zur Verlängerung des Listeneintrages müssen alle drei Jahre insgesamt 24 Unterrichtseinheiten nachgewiesen werden. Weitere Informationen finden Sie hier.