Gebäudeenergiegesetz (GEG) und Gebäudemodernisierungsgesetz (GeMoG) 2026 - Auswirkungen auf die Praxis
Gebäudeenergiegesetz (GEG) und Gebäudemodernisierungsgesetz (GeMoG) 2026 - Auswirkungen auf die Praxis
Der Nutzen im Überblick
Im Seminar von Klaus Lambrecht werden Sie einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der GEG-Novelle sowie einen Ausblick zur Novelle zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GeMoG) erhalten. Sie erfahren aus der Praxis heraus, was Sie konkret beachten müssen, um das GEG korrekt anzuwenden.
Ziel dieses Gesetzes ist es, einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele zu leisten. Dies soll durch wirtschaftliche, sozialverträgliche und effizienzsteigernde Maßnahmen zur Einsparung von Treibhausgasemissionen sowie der zunehmenden Nutzung von erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme für die Energieversorgung von Gebäuden erreicht werden. Im Rahmen des GEG stehen zahlreiche Möglichkeiten - Wärmepumpen, Solarenergie, Biomasse, grüner Wasserstoff und Wärmenetze - zur Verfügung. Das Ziel des klimaneutralen Gebäudebestands bis zum Jahr 2045 wird auch dadurch unterstrichen, dass der Einsatz fossiler Brennstoffe in Heizkessel ab 2045 nicht mehr zulässig ist, im Neubau bereits ab 2028 bzw. 2030.
Mit dem GEG 2024 wurde festgelegt, dass erneuerbare Energien sowie Effizienzmaßnahmen in Gebäuden im überragenden öffentlichen Interesse liegen und der öffentlichen Sicherheit dienen. In Verbindung mit der neuen EU-Richtlinie zur Gebäudeenergieeffizienz heißt dies: Einführung des EH55-Standards hinsichtlich der Primärenergieanforderung im ersten und des Null-Emissions-Standards im weiteren Schritt bei Neubauten, erweiterte Anrechnung von PV-Strom, Verpflichtung zu Erneuerbaren Energien bei Wärmeerzeugern (65%-EE-Regel), Reduktion der Treibhausgas-Emissionen, Mieterschutz, Nachweisverfahren, Unternehmererklärungen, Beratungspflicht, Verknüpfung mit der Wärmeplanung, Fortführung der Fördersystematik, um nur einige Neuerungen zu nennen. Welche Fortschreibungen anstehen, wird im Seminar ganz aktuell aufgezeigt.
Im Seminar erfahren Sie, was der aktuelle Stand ist, was hinter dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz steckt und wir können Ihre konkreten Fragen zu anstehenden Projekten besprechen.
Inhalte Gebeäudeenergiegesetz (GEG) und Ausblick Gebäudemodernisierungsgesetz (GeMoG)
- Anforderungen des GEG mit Kommentaren von Profis für Profis
- Aktueller Stand der Änderungen im GEG und Fortführung in den Novellen
- Umsetzung der EU Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden EBPD
- Vom Niedrigstenergiegebäude zum Nullemissionsgebäude als Anforderungsniveau
- Abgrenzung von Wohn- zu Nichtwohngebäuden und Umgang mit gemischt genutzten Gebäuden
- Änderungen bei Primärenergiefaktoren
- Besonderheiten im Gebäudebestand und öffentlichen Gebäuden
- Neue Anforderungen für Ausbau und Erweiterungen
- Nutzungspflicht für erneuerbare Energien und Berücksichtigung Strom aus erneuerbaren Energien
- Die neue 65%-Erneuerbare-Energien Anforderung – Erfüllungsoptionen und Nachweisführung
- Berücksichtigung von Gebäude- und Wärmenetzen
- Verknüpfung mit der Wärmeplanung – wann greift was?
- Einführung obligatorischer Energieberatungen
- Übergangsfristen und Sonderregelung bei WEG, Etagenheizungen, Hallen
- Änderungen bei Bußgeldvorschriften, im Vollzug und für Schornsteinfeger
- Ausblick auf die Novelle zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GeMoG) 2026
- Fragerunde
Dozent
Herr Dipl.-Phys. Klaus Lambrecht
Partner der ECONSULT Lambrecht Jungmann Partner, Rottenburg und Stuttgart
Der Referent ist Autor des Kommentars „GEG 2024 im Bild“ im Rudolf Müller Verlag und des Fachbuchs „GEG Navigator – Leitfaden zur rechtssicheren Ausstellung von Energieausweisen“ im BKI Verlag. Er gehört zu den erfahrensten Dozenten zum Gebäudeenergiegesetz GEG und zu den Förderprogrammen. Er ist Mitglied des Gutachterteams beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz BMWK zur aktuellen GEG-Novelle und in mehreren Forschungsprojekten zu GEG, EnSimiMaV, EnEV, Wärmegesetzen, Normung und Förderprogrammen aktiv. Er ist akkreditierter Sachverständiger für die Bundesförderprogramme und seit 25 Jahren in der Energieplanung tätig. Sowohl als Dozent wie auch als Fachautor ist er mit der Thematik nicht nur auf der wissenschaftlichen, sondern konkret auf der praktischen Ebene tief vertraut. Er hat für das Umweltministerium Baden-Württemberg die Sanierungsfahrpläne gemeinsam mit dem ifeu-Institut entwickelt und die „Studie zur Errichtung eines Qualitätskontrollsystems für Energieausweise“ für das Bundesbauministerium erstellt. Zahlreiche Fachpublikationen und Lehrveranstaltungen, Lehraufträge an der Technischen Hochschule Köln und der Hochschule Rottenburg. Leitung des Deutschen Energieberatertags.
Weitere Infos
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an alle Energieberatenden.
Zertifikate bei Teilnahme
Teilnahmezertifikat
Organisatorisches und Arbeitsmittel
Skript und Arbeitsunterlagen werden gestellt, ein Taschenrechner ist mitzubringen.
Anmeldeschluss: 09.01.2026
Abmeldeschluss: 02.01.2026
Kosten
199.38 Euro (zzgl. 19% MwSt) für Begleiter
299.38 Euro (zzgl. 19% MwSt) für externe Teilnehmer
Unterrichtsform
Online über die BBB-Plattform / Präsenz: nein
Hinweis zur dena-Anerkennung
Beantragte Unterrichtseinheiten für die Eintragung bzw. Verlängerung des Eintrags in der Energie-Effizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes für diese Veranstaltung:
- Wohngebäude (WG): 4 Unterrichtseinheiten
- Nichtwohngebäude (NWG): 4 Unterrichtseinheiten
- Energieaudit DIN 16247/Contracting (BAFA): 4 Unterrichtseinheiten
Zur Verlängerung des Listeneintrages müssen alle drei Jahre insgesamt 24 Unterrichtseinheiten nachgewiesen werden. Weitere Informationen finden Sie hier.
Veranstaltet von
GIH Bayern e.V.
